Liebe Pfarrangehörige,
das Coronavirus sorgt dafür, dass unser gewohnter Alltag viele Einschränkungen und Veränderungen erlebt. Leider betrifft dies auch unser christliches Glaubensleben. Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass das Risiko, sich anzustecken, möglichst klein gehalten wird. Das Bischöfliche Ordinariat in Passau hat in den letzten Tagen dazu bereits einige Entscheidungen getroffen. In Absprache mit den Pfarrern unseres Dekanats fasse ich diese für Sie zusammen:

 

Gottesdienste:

Bis einschließlich 19. April entfallen sämtliche Gottesdienste in unseren Kirchen. Dies beinhaltet alle Eucharistiefeiern. Auch an Sonntagen. Taufen, Hochzeiten, Kreuzwege, Anbetungen, Rosenkränze, Weggottesdienste, Stundengebete etc. Die Intentionen der ausgefallenen Gottesdienste werden neu eingeteilt.

Es wird also auch keine Palmsonntagsgottesdienste geben, keine Karfreitagsliturgie, keinen Gründonnerstagsgottesdienst und auch keine Osternacht. Die Kirchen bleiben aber weiterhin zum persönlichen Gebet, zur Andacht oder für Zeiten der Stille jedem Gläubigen geöffnet. Achten Sie dabei auf genügend Abstand zu anderen Personen in der Kirche!

Ich habe das noch nie erlebt und ich denke, den allermeisten von Ihnen geht es genauso.

Wir werden dennoch versuchen, unsere Kirchen den Festtagen entsprechend zu schmücken und zu gestalten, damit man wenigstens merken kann, was für ein Festtag ist.

Dem Vorschlag unseres Bischofs entsprechend werden wir täglich um 15.00 Uhr die Glocken läuten lassen, um Sie und alle Gläubigen einzuladen, ein Rosenkranzgesätz oder ein anderes Gebet zuhause zu beten. Vielleicht kann dies auch helfen, das Gebet in der Familie wieder neu zu beleben. Desweiteren werden wir in Rinchnach und Kirchdorf jeden Sonntag um 10.00 Uhr die Glocken läuten lassen um auf den Sonntagsgottesdienst hinzuweisen, der jeden Christen eigentlich um den Altar versammeln sollte, zur Eucharistie versammeln sollte, jetzt aber eben ausfallen muss. Sie sind durch die Glocken eingeladen, zuhause zu beten.

 

Beerdigungen:

Wegen des Verbots größerer Ansammlungen können bis auf Weiteres auch keine Beerdigungen auf eigentlich vorgesehene Weise gefeiert werden. Es gibt also vorerst kein Requiem mehr, sondern nur die Beerdigung auf dem Friedhof ab Leichenhaus.

Diese Beerdigung auf dem Friedhof, auf der eigentlich die ganze christliche Gemeinde von dem Verstorbenen Abschied nehmen sollte, darf vorerst deshalb auch nur im möglichst engen Familienkreis gefeiert werden, entsprechend den liturgischen Vorgaben.

Ich bitte Sie auch, bei den Seelenrosenkränzen vor einer Beerdigung klug und vernünftig zu sein: Auch, wenn Sie vielleicht Ihrer Dorfkapelle sehr verbunden sind - es ist dort sehr schwer bis unmöglich, bei einem Rosenkranz den Abstand zu ihrem Nachbarn einzuhalten, der in diesen Zeiten unbedingt notwendig wäre. Auch ein Gebet, auch ein heiliger Kirchenraum schützt nicht vor einer Ansteckung mit einem solchen Virus (Mt 4, 7)!

Denken Sie bitte auch an ihre viel gefährdeteren (älteren) Angehörigen zuhause!

Da auch wir Geistliche dem Virus gegenüber nicht immun sind, kann es durchaus sein, dass der eine oder andere Priester in den nächsten Wochen selber krank wird und deshalb keine Beerdigungen halten kann. Ich bitte Sie jetzt schon um Verständnis und Bereitschaft zur Gewöhnung, dass vielleicht dann auch ein Gemeindereferent die eine oder andere Beerdigung halten wird.

 

Fernseh- und Radiogottesdienste:

Empfehlen möchte ich Ihnen, die angebotenen Gottesdienste im Fernsehen und im Radio zuhause mitzufeiern.

Das Bischöfliche Ordinariat versucht zusammen mit dem Regionalsender Niederbayern TV (empfangbar über Kabel, Satellit und Internet - https://passau.niederbayerntv.de/mediathek/video/niederbayern-tv-passau-livestream/), jeden Sonntag einen Gottesdienst aus der Andreaskapelle in Passau zu senden. Zelebrant ist jeweils Bischof Stephan mit zwei Konzelebranten und einem Diakon in der ansonsten leeren Kirche.

 

Beichten:

Analog zu den Gottesdiensten wird es bis mindestens 19. April auch keine Beichtzeiten mehr geben. In dringenden Notfällen nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit dem Pfarrer auf, damit eine individuelle Beichte ausgemacht werden kann. Der Beichtstuhl wird anschließend desinfiziert werden, um ein mögliches Ansteckungsrisiko für Sie zu minimieren.

 

Krankenkommunionen:

Allgemeine Krankenkommunionen wird es erst wieder nach Ostern geben können.

In wirklich dringenden Notfällen (schwere Erkrankung, Todesgefahr…) nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit dem Pfarrer auf. Dann wird ihnen selbstverständlich das Sakrament der Eucharistie und/oder der Krankensalbung gebracht werden.

 

Pfarrbüros:

Auch, um die Mitarbeiterinnen zu schützen, sind die Pfarrbüros in Rinchnach und Kirchdorf im Wald bis mindestens 19. April für den Parteiverkehr geschlossen. Die Büros sind aber zu den üblichen Öffnungszeiten weiterhin besetzt. Ich bitte Sie also, in dieser Zeit per Telefon, E-Mail, Fax oder Brief mit dem Pfarrbüro Kontakt aufzunehmen.

 

Erstkommunionen:

Bis auf Weiteres entfallen auch sämtliche Termine zur Vorbereitung auf die Erste heilige Kommunion Ihrer Kinder. Über eine wahrscheinliche Verschiebung der Erstkommunionen im Pfarrverband werden wir Sie rechtzeitig unterrichten.

 

Diese Einschränkungen gelten bis einschließlich 19. April 2020. Ob und wenn ja über diesen Termin hinaus Einschränkungen gelten, wird von der allgemeinen Lage abhängen, von den Vorgaben und Maßnahmen der Staats- und Bundesregierung. Darum können vorerst über den 19. April hinaus keine vernünftigen Aussagen über ausgemachte Hochzeiten, Taufen etc. gemacht werden.

Es ist gerade in dieser Krisenzeit klug, sehr sorgfältig Informationsquellen auszuwählen. Ich empfehle Ihnen sehr, Ihre Informationen nicht aus sogenannten "sozialen" Medien zu beziehen, sondern aus seriösen (Tages-)Zeitungen und Nachrichtensendungen. Bewahren Sie Ihre Vernunft und Ihre Ruhe. Überlegen Sie, bevor Sie irgendwelchen Revolvermeldungen Glauben schenken, die in der Regel nur dazu führen, die Hysteriekurve steil ansteigen zu lassen. Und wenn Sie für sich selber auch vielleicht keine Angst vor diesem Virus empfinden, dann denken Sie bei Ihrem Verhalten bitte auch an Menschen Ihrer Umgebung, die empfindlicher, gefährdeter sind, als Sie selber - Ihre älteren Angehörige und Nachbarn zum Beispiel, denen ihre Gesundheit mindestens so wichtig und wertvoll ist, wie Ihnen die Ihre.

Vielleicht kann diese Zeit ja auch dazu führen, dass positive Seiten unserer christlichen Gemeinde wieder belebt werden, die lange Zeit ein Schattendasein führten.

Es segne Sie der Allmächtige Gott!

Ihr Pfarrer

 

  

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Kirchdorf:

Tel.: 09928/328

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