Gründer und Patron der Pfarrei Rinchnach ist der hl. Gunther.

Gunther wurde wohl im Jahr 955 in Thüringen als Spross des Herrschergeschlechts Käfernburg/Schwarzburg geboren. Zu seinen Verwandten zählten u.a. der spätere Kaiser Heinrich II. und seine Schwester Gisela, die Ehefrau von Stephan, dem König von Ungarn.

Gunther trat im Jahr 1005 in der Abtei Hersfeld in den Benediktinerorden ein. Vermittler war der damalige Abt Gotthard, der seit 996 auch Abt von Niederaltaich und später Bischof in Hildesheim war.

1006 kam der Mönch Gunther nach Niederaltaich. Im Jahr darauf unternahm er den Versuch, in seiner Heimat einem Kloster (Göllingen) vorzustehen. Dort war aber seine adelige Abstammung hinderlich für ein Leben als Mönch in einer Gemeinschaft. Endgültig kehrte er nach Niederaltaich zurück. Im Lauf des Jahres 1008 wählte er schließlich das Leben eines Eremiten und errichtete am Ranzingerberg bei Lalling eine erste Einsiedlerzelle.

1011 zog er noch weiter in Richtung Norden. Den Winter 1011/12 verbrachte er in einer Klause beim heutigen Frauenbrünnl. Chronisten berichten, dass ihm der strenge Winter fast das Leben gekostet hätte. 

Im Frühjahr des Jahres 1012 verließ Gunther seine Zelle, um zusammen mit anderen Mönchen aus Niederaltaich im Tal der Rinchnach ein Rodungskloster aufzubauen.

Gunther wirkte aber nicht nur als Rodungsmönch und Vorsteher der klösterlichen Gemeinschaft. Als Missionar und Diplomat konnte er bei Reisen u.a. nach Böhmen und Ungarn seine verwandtschaftlichen Beziehungen pflegen.

Im Herbst 1040 verließ Gunther Rinchnach, um noch tiefer in den Nordwald vorzudringen. Zuvor hat er sich darum gekümmert, dass das Kloster Rinchnach als Propstei der Abtei Niederaltaich unterstellt wird. Er zog sich im böhmischen Gutwasser (bei Hartmanitz) in eine Klause zurück. 

Dort verstarb Gunther am 9. Oktober 1045.

Gunthers Leichnam wurde nicht, wie man erwarten würde, in seinem Kloster Rinchnach bestattet, sondern fand seine letzte Ruhe im Kloster Brevnov bei Prag. In den Wirren der Zeit gingen seine Gebeine verloren.

Auch wenn es für Gunther keine offizielle Heiligsprechung gab, wird er als Heiliger verehrt und findet sich auch im Heiligenkalender der katholischen Kirche.

 

Die Pfarrei Rinchnach begeht Jahr für Jahr den Guntherfesttag am 9. Oktober als Anbetungstag, der am Abend in einen Festgottesdienst mündet.

 

Ausführliche Informationen über das Leben und Wirken des hl. Gunther sind hier zu finden:

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